Krisenfestes Marketing für Kleinbetriebe, Handwerker Dienstleister und MIttelständler

Krisenfestes Marketing für Kleinbetriebe, Handwerker Dienstleister und MIttelständler

 

Zwei fundamentale Prinzipien für krisenfestes Marketing

Weltweit stehen Unternehmen vor immensen Herausforderungen, bedingt durch die aufgrund der Corona Pandemie herrschende Ungewissheit sowie die damit verbundenen hohen finanziellen Einbußen durch auferlegte Betriebsverbote.

Und doch gilt: Bloß nicht am falschen Ende sparen!

Wer jetzt seine Marketingbudgets herunter fährt, um Kosten zu sparen, begeht einen fatalen Fehler! Denn neben Vertrieb zählt Marketing zur Pulsschlagader eines jeden Unternehmens und gerade jetzt in dieser Zeit ist Marketing – vor allem Online Marketing – wichtiger denn je.

Wer in der Krise präsent ist, wird auch nach der Krise präsent sein und mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit auf der Gewinnerseite stehen.

Kommen wir nun zu zwei fundamentalen Marketing-Gesetzmäßigkeiten:

 

Der Herdentrieb des Menschen

Menschen sind Herdentiere! Das wird einem klar, wenn man sich die leeren Regale und Tiefkühlfächer in Supermärkten anschaut. Bestimmte Utensilien sind scheinbar ständig ausverkauft. Das derzeit wohl berühmteste Beispiel: Klopapier!

Wenn man darüber nachdenkt, fällt es schwer zu erklären, weshalb ausgerechnet Klopapier in der Krise eine solch hohe Bedeutung beigemessen wird. Doch gerade weil so viele Menschen die Klopapier-Packungen förmlich aus den Läden karren, entsteht im Unterbewusstsein ganz automatisch ein Mangelgefühl. Schließlich horten scheinbar alle Menschen Klopapier, also benötigt man selbst vielleicht auch einen Vorrat…

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie die menschliche Psyche funktioniert. Menschen lassen sich von einer völlig unbegründeten Angst der Knappheit leiten, die durch die Medien noch tatkräftig befeuert wird. Genau genommen geht es nicht einmal um das Klopapier, die Nudeln oder das Mehl sondern einfach um Sicherheit. In dem man das tut, was die Masse tut, umgeht man die mögliche Gefahr, im Ernstfall mit leeren Händen da zu stehen, egal wie unsinnig es auch sein mag.

Diesen Umstand kannst Du dir in deinem Marketing zu Nutze machen, indem Du den Eindruck vermittelst, dass dein Produkt oder deine Dienstleistung förmlich begehrt wird, die Verfügbarkeit aber knapp ist. So erzeugst Du einen Sog, der zu einem Herdentrieb für dein Angebot wird.

 

Das Aluhut-Syndrom

Diese Gesetzmäßigkeit lässt sich im Bereich der Verschwörungstheorien unterbringen, weshalb „Aluhut-Syndrom“ auch eine passende Bezeichnung für derlei Verhaltensweisen darstellt.

Menschen wollen glauben, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, was es im Marketing einfach macht, zu polarisieren. Daher begegnen uns oft Botschaften wie:

 

Das steckt wirklich hinter der … Milliardenindustrie!

Ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen der …!

oder ähnliches.

 

Der Punkt ist: Es funktioniert! Wieder und wieder!

Man kann sich entweder auf die eine Seite stellen oder auf die andere. In beiden Fällen wird man Aufsehen erregen, denn wo Fürsprecher sind, gibt es auch Widerstand.

 

Die richtige Ansprache

Berücksichtigt man nun noch die anderen typisch deutschen Angewohnheiten und lässt diese Aspekte in seine Marketing-Strategie einfließen, wird man zweifelsohne polarisieren und Ergebnisse erzielen. Die deutschen Charakterzüge sind etwas anders als beispielsweise in Amerika, weshalb die richtige Ansprache durchaus eine wesentliche Bedeutung hat! Der deutschsprachige Markt ist also:

  • Von Natur aus skeptisch

Übertreibe es daher nicht mit den Werbeaussagen und wenn doch, dann stelle sicher, dass Du. zuvor genug Vertrauen aufgebaut hast, zum Beispiel durch Blogbeiträge oder Mailings.

  • Ein Stück weit rational

Zwar gilt auch hier der Grundsatz, dass Emotionen die Kaufentscheidung beflügeln, dennoch will der Deutsche erfahrungsgemäß auch auf rationaler Ebene angesprochen werden.

  • Eher schlicht

Sei also nicht zu ausschweifend in deinen Werbebotschaften und komm möglichst schnell zum Punkt. Platziere deine Handlungsaufforderung möglichst früh und Du wirst mehr Abschlüsse erzielen.

 

Fazit

Du siehst, auch in der aktuellen Wirtschaftskrise gibt es ausreichend Möglichkeiten, um mit seinen Zielkunden in Kontakt zu treten. Gerade jetzt, wo die Social Kanäle und das WWW im Allgemeinen stark frequentiert sind. Beachte die hier dargelegten Kniffe und sei vor allem präsent!

 

Viel Erfolg

Michael & Daniel